Was wäre, wenn sich Wasser im Triebwerk Ihres Flugzeugs befände?

Wasser im Tank beschädigt Ihren Motor! Wie können Sie feststellen, ob sich Wasser darin befindet?

Wasser in Düsentreibstoffen kommt in zwei Formen vor: gelöst und suspendiert.

  • Gelöstes Wasser ist für das bloße Auge unsichtbar. Sein Anteil hängt hauptsächlich ab von:
  1. die Art und Temperatur des Kraftstoffs;
  2. der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft.

Die Wasserauflösung steigt mit der Temperatur und erhöht sich von etwa 35 ppm (0,0025 %) bei 0 °C auf 140 ppm (0,008 %) bei 40 °C.

  • Das Düsentreibstoff kann eine gewisse Menge anfreiem Wasser enthalten, die von einigen ppm bis zu 30 ppm reicht.

Dieses Wasser ist mit bloßem Auge sichtbar, mit Ausnahme eines kleinen Teils, der aus sehr feinen Tröpfchen besteht.

Sie kann verschiedene Ursachen haben

  1. eine unvollständige Entwässerung beim Verlassen der Raffinerien;
  2. „Atmungsphänomene” in Öltanks, die zu Feuchtigkeitskondensation führen;
  3. Temperaturabfälle mit Freisetzung eines Teils des in Lösung befindlichen Wassers.

Dieses Wasser kann unabhängig von seiner Form nach der Karl-Fischer-Methode (ASTM D 6304) dosiert werden: Bei einem zu analysierenden Düsentreibstoff, der gelöstes Wasser und suspendiertes Wasser enthält, lässt man das suspendierte Wasser 48 Stunden lang absetzen. Das suspendierte Wasser setzt sich an den Wänden des Behälters sowie am Boden ab. Der Flugturbinenkraftstoff wird ohne das abgesetzte Wasser aufgefangen, woraufhin eine Messung des gelösten Wassers nach der Karl-Fischer-Methode (ASTM D 6304) durchgeführt wird. Durch diese erste Messung wird die Menge des gelösten Wassers bestimmt.

Der Behälter wird 5 Minuten lang kräftig geschüttelt und das Wasser mit derselben Karl-Fischer-Methode wie zuvor dosiert. Diese zweite Dosierung bestimmt die Gesamtmenge an gelöstem und suspendiertem Wasser. Die Menge an suspendiertem Wasser ergibt sich aus der Differenz zwischen der Gesamtwassermenge und der Menge an gelöstem Wasser.