Biodegradation verstehen

France Organo-Chimique: unser Fachwissen zu Ihren Diensten

Das Eindringen von Mikroorganismen in ein Material führt zu zwei Phänomenen: entweder zu einer unerwünschten biologischen Zersetzung, die den Wert eines Gutes mindert, oder zu einer biologischen Abbaubarkeit, die eher eine gewollte Zersetzung darstellt.

Biologischer Abbau ist die Fähigkeit von Substanzen und Materialien, durch die enzymatische Aktivität von Mikroorganismen abgebaut zu werden. Ist der Prozess vollständig, führt die Umwandlung zur Bildung einfacher Moleküle wie Wasser, Kohlendioxid und Methan. Die biologische Zersetzung ist Teil des natürlichen Lebenszyklus auf der Erde, der sich um den Kohlenstoffkreislauf dreht, wie die folgende Abbildung zeigt.

Organische Abfälle, die durch menschliche Aktivitäten entstehen, können durch biologischen Abbau entsorgt werden.

Biologischer Abbau von Materialien und biologischer Abbau von Abfällen

Jeder organische Abfall hat seine eigene biologische Abbaubarkeit, beispielsweise zerfällt Holz langsamer als Zellulose. Um abgebaut zu werden, muss ein Produkt mit Mikroorganismen in Kontakt kommen und sich unter günstigen Bedingungen befinden: In einer warmen und feuchten Umgebung verläuft der Prozess schneller als in einer trockenen und kalten Umgebung.

Vom biologischen Abbau betroffene Bereiche

  • Kompostierung: ermöglicht die Gewinnung von reifem Kompost (Dünger)
  • Anaerobe Vergärung: Die organischen Stoffe werden unter Ausschluss von Sauerstoff in einen Fermenter gegeben. Dort werden sie unter Erhitzen durchmischt, wodurch Biogas entsteht, das hauptsächlich aus Methan besteht.
  • Biologisch abbaubare Kunststoffe

Von biologischer Zersetzung betroffene Bereiche

Viele Industriebereiche sind von biologischer Zersetzung betroffen, insbesondere in folgenden Bereichen:

Es gibt noch viele andere Materialien, die anfällig für biologischen Abbau sind:

  • Leder,
  • Freizeitgewässer
  • Polymerdispersionen
  • Kunststoffe
  • der Papierbrei
  • Textilien…