Schmierstoffe und insbesondere Metallschneidflüssigkeiten werden in allen Verfahren eingesetzt, bei denen Metall bearbeitet wird. Sie dienen dazu, die Wärmeentwicklung (durch die Metallbearbeitung) durch Kühlung und Schmierung zu reduzieren, Metallspäne zu entfernen und vor Korrosion zu schützen.
In der Praxis sind wässrige Schneidflüssigkeiten anfällig für mikrobielle Verunreinigungen.
Die festgestellten Verschmutzungen haben verschiedene Ursachen:
- Verunreinigung des Verdünnungswassers, das bereits Bakterien enthält
- Staub - und Schmutzablagerungen auf den Werkstücken
- Übertragung von Keimen beim Umgang mit Teilen
- Speisereste und Getränke
- Späne und Granulat, die Ablagerungen in Leitungen und Behältern bilden
- Hohe Temperaturen begünstigen die Vermehrung von Keimen in Anlagen und Maschinen.
- Anlagenplanung und Betriebsweise von Kühlsystemen
Verschmutzungen jeglicher Art begünstigen die Vermehrung von Mikroorganismen.
Der Sauerstoffmangel während der wöchentlichen Schließung begünstigt die Entwicklung von anaeroben Bakterien, Pilzen und Hefen, insbesondere von Desulfovibrio-Bakterien, die als „Schwarzfäule“ bezeichnet werden und Schwefelwasserstoff produzieren. Sie sind die Ursache für die charakteristischen übelriechenden Gerüche am „Montagmorgen”. Während die Belüftung ihr Wachstum reduziert, kann eine vollständige Hemmung nur durch die Zugabe einer Dosis Bakterizid vor dem Schließen am Wochenende erreicht werden. (ORGANCIDE 14 undORGANCIDE OX)
Andererseits fördert die Belüftung das Wachstum aerober Bakterien. Ihr Geruch ist weniger wahrnehmbar und die Färbung der Flüssigkeit verändert sich kaum.
Pilze und Hefen manifestieren sich in Form von viskosen, manchmal konsistenten Ablagerungen, Schichten oder Membranen in Suspension. Sie verursachen Verstopfungen in Rohrleitungen und Filtern. Ebenso wie eine Vielzahl von Bakterienarten senken sie den pH-Wert.
Diese Verunreinigungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsflüssigkeiten für die Metallbearbeitung: Es kommt zu wirtschaftlichen Einbußen beim Preis der Schneidflüssigkeiten, zu denen noch die nicht unerheblichen Kosten für Produktionsausfälle und Reinigung hinzukommen.
Um diese verschiedenen Probleme zu vermeiden, müssen die Schneidflüssigkeiten regelmäßig kontrolliert und je nach Ergebnis mit einem Biozid behandelt werden.
Für diese verschiedenen Tests können Sie auf unser MICROTEST-Sortiment zurückgreifen: Wir verwenden MICROTEST A, mit dem verschiedene Arten von Mikroorganismen (aerobe und anaerobe reduzierende Bakterien, Pilze, Hefen) nachgewiesen werden können, undMICROTEST SR zum Nachweis sulfatreduzierender Bakterien.
Unser Labor kann auch Analysen an Petrischalen mit in Gebrauch befindlichen Schneidflüssigkeiten durchführen.
Biozide können in Schneidflüssigkeiten eingearbeitet oder direkt in die Behälter gegeben werden.


