Flugkraftstoffe

▷ Flugzeug- und Triebwerkshersteller
▷ Flugzeugwartung
▷ Fluggesellschaften und Luftstreitkräfte

 

Flugkraftstoffe bestehen aus Flugbenzin und Düsentreibstoff, auch Kerosin genannt. Das in der kommerziellen Luftfahrt verwendete Kerosin oder Jet A1 muss von der Raffinerie bis zum Flugzeug verfolgt werden, d. h. von der Lagerung in Raffinerien und Depots bis zu den Tanks der Flugzeuge. Eine Kontamination durch Mikroorganismen ist aufgrund des Vorhandenseins von Restwasser immer möglich, auch wenn dieses durch Koaleszenzfilter in den Kraftstoffkreisläufen weitgehend entfernt wurde. Mikroorganismen an der Grenzfläche zwischen Wasser und Kohlenwasserstoff können sich dank des Vorhandenseins von Wasser, Mineralsalzen und Kohlenstoff, die für ihr Wachstum notwendig sind, entwickeln.

Betanken eines Flugzeugs mit Kerosin

Zwei Biozide für Kraftstoffe verfügen über eine Zulassung für die Luftfahrt:

In der gesamten Vertriebskette – Raffinerien, Öllager und Flughafenlager – sind keine Biozidbehandlungen zulässig. Diese Behandlungen gegen Mikroorganismen dürfen, sofern sie zulässig sind, nur in den Tanks von Flugzeugen mit Zustimmung des Triebwerksherstellers und des Flugzeugherstellers durchgeführt werden. Derzeit sind in Europa keine Biozide für Düsentreibstoff verfügbar, sodass andere Dekontaminationsmethoden angewendet werden müssen. Zunächst sollten mikrobiologische Analysen durchgeführt werden, um den kontaminierten Teil des Treibstoffs im Tank zu identifizieren.

Die mikrobiologischen Analysen von Jet A1-Flugturbinenkraftstoff werden in unserem Labor gemäß der standardisierten Filtrationsmethode IP 385 und ASTM D6974 durchgeführt.

Tests MICROTEST P und MICROBMONOTOR2 ermöglichen Kontrollen vor Ort.

Eine der empfohlenen Methoden ohne den Einsatz von Bioziden für Düsentreibstoff ist die Desinfektion der leeren Flugzeugtanks nach dem Entleeren des Düsentreibstoffs. Sobald der Tank leer ist, reinigen Sie ihn gründlich und desinfizieren Sie ihn mit einem Biozid wie FUELCIDE D1.5, gemischt mit 300 ppm Düsentreibstoff. Wischen Sie den Tank gründlich ab, um alle Rückstände des Biozids zu entfernen. Befüllen Sie den Tank erneut mit Flugkraftstoff. Mit dieser Methode werden Mikroorganismen, Wasser und feste Ablagerungen entfernt.

Man kann auch die Methode anwenden, bei der der Tank mit einem nicht zugelassenen Biozid behandelt wird, das Biozid einige Zeit einwirken lässt und anschließend den Tank entleert, um den behandelten Düsentreibstoff nicht zu verwenden.