Restaurierung von Kulturgütern

▷Kunstgegenstände
▷Gemälde oder Zeichnungen
▷Gedruckte Bücher, Bibliotheken, Archive
▷Papiere, handschriftliche Notizen, Pergamente, Inkunabeln
▷Steinerne Elemente, Skulpturen, architektonische Elemente

 

Wenn man Flecken auf einem Kunstwerk bemerkt – Gemälde, verschiedene Objekte usw. –, kann durch eine mikrobiologische Analyse festgestellt werden, ob noch aktive Mikroorganismen für diese Beschädigungen verantwortlich sind.
Dazu ist es notwendig, einen Abstrich zu entnehmen und die Proben zur Analyse an unser Labor zu schicken.
Nach Erhalt der Abstrichproben führen wir Aussaaten auf Petrischalen durch. Mit Hilfe von Agaros mit unterschiedlicher Zusammensetzung können wir die verschiedenen noch aktiven Mikroorganismen unterscheiden: Bakterien, Pilze oder Hefen. Die für die Sammlungen gefährlichsten Arten sind die zellulolytischen und proteolytischen Arten: Aspergillus, Penicillium, Eurotium, Chaetonium, Aureobasidium usw. Die sehr schnelle Vermehrung von Trichoderma und Penicillium, Chrysogenum erfordert besondere Maßnahmen.

Wenn der Restaurator die Diagnose selbst durchführen möchte und das Trägermaterial dies zulässt, kann er anstelle einer Abstrichprobe direkt einen doppelseitigen MICROTEST B -Agar-Objektträger (eine Seite für Bakterien und eine Seite für Pilze und Hefen) auf das Werkstück aufbringen, sofern der Kontakt mit dem Agar das zu analysierende Medium nicht beschädigt.
Die MICROTEST B-Agarplatten sind mit Neutralisationsmitteln angereichert, um Desinfektionsmittelrückstände zu inaktivieren, die in die Agarplatten gelangen und das Wachstum von Keimen hemmen könnten.
Nach der Inkubation lassen sich mit Hilfe der Agarplatten die aktiven Mikroorganismen nachweisen.

Probenahme ohne Tupfer mit dem MICROTEST B
Entnahme mit einem Tupfer zur Beimpfung des MICROTEST B

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei geringem Befall kann bei Bedarf ORGANCIDE QC 50 oder eine 50-prozentige Lösung aus Benzalkoniumchlorid oderalkoholischem oder wässrigem Econacide verwendet werden, Formulierungen, die vom Forschungslabor für historische Denkmäler entwickelt wurden.
Ist der Befall jedoch größer, ist es besser, ihn in einer spezialisierten Einrichtung mit Ethylenoxid zu behandeln.

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